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Artikel aus dem Pressespiegel der conversionmedia GmbH & Co. KG vom Dienstag, 11. August 2009.
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So gehen die Kandidaten ins Netz

NRZ Dinslaken – Samstag, 8. August 2009

Wer Dinslakener Bürgermeister werden will, präsentiert sich auch im Internet – mal passabel, mal weniger gut, analysiert Experte Stefan Guth für die NRZ

Alle reden von Politikverdrossenheit. Die Wahlbeteiligungen sinken. Gerade die Jugend wird als desinteressiert bezeichnet und ließe sich nur schwer für politische Themen begeistern. Ist der kommunale Wahlkampf Dinslakens im (viel zitierten) Internetzeitalter angekommen? Welcher Kandidat nutzt die Möglichkeiten des Internets?

E-Mails verschicken, mit Freunden kommunizieren, Nachrichten lesen, Musik herunterladen, sich Filme ansehen, – was wäre die Welt heute ohne Internet? Für viele undenkbar. Oder nicht? Denn beim örtlichen Kommunalwahlkampf blenden viele das Internet einfach aus. Und der User tüftelt oft vergeblich an Wortkombinationen, um der Suchmaschine doch noch einen Treffer zu entlocken. Ein Erfahrungsbericht über die in Dinslaken für das Bürgermeisteramt kandidierenden Personen.

Die Untersuchungskriterien

Wie aktuell sind die Seiten? Bekommen die Nutzer genügend Informationen? Werden die Möglichkeiten des Internet genutzt? Nach diesen Kriterien haben sich die Dinslakener Internetspezialisten von conversionmedia die Seiten der für das Bürgermeisteramt kandidierenden Personen angeschaut. Die Agentur von der Hünxer Straße, direkt gegenüber des ehemaligen Zechengeländes, hat einige Erfahrung und zum Beispiel die DINAMIT GmbH im Rahmen der Dinslakener Aktivitäten zur Kulturhauptstadt 2010 unterstützt.

Für Unentschlossene könnte das Internet bei dieser Bürgermeisterwahl teilweise eine recht informative Hilfe sein. Vier der sechs Kandidaten haben eine eigene Homepage, präsentieren sich zum Teil auch mit modernem Design in Bild und Text. Neben politischen Programmen erfährt man unter anderem, dass Heinz Wansing (CDU) www.heinz-wansing.de einst Klassen- und Schulsprecher an der Realschule in Dinslaken war und wie Dr. Michael Heidinger (SPD) www.michaelheidinger.de im Pulli und als Computeranimation aussieht. Auch Heinz Brücker (ubv) ist unter www.heinzbruecker.ubv-dinslaken.de mit eigener Seite vertreten und zeigt dort unter anderem Bilder der Familie und seine Initiative für den „gedeckten Tisch“ in Dinslaken.

Nach einer eigenen Internetseite von Lothar Verschitz (Linke) sucht man im World Wide Web jedoch vergebens. Auch auf der Homepage der Linken findet sich der Kandidat nur nach mehrmaligem Klicken unter http://www.die-linke-dinslaken.de/ueber_uns/vorstand/lothar_verschitz. Informationen zu seiner Kandidatur und seinen Zielen? Fehlanzeige.

Wer per Suchmaschine nach dem Namen “Birgit Emmerich”, Kandidatin der Grünen sucht, der landet auf der Firmenseite der Unternehmerin. Zumindest über die Internetseite der örtlichen Grünen findet sich ein Link, der auf eine eigens eingerichteten Seite www.bmk.geomediat.de als Unterseite ihrer Firma führt. Hier finden sich neben einem Lebenslauf zumindest die programmatischen Punkte, für die die Kandidatin steht.

Hintergrund? Fehlanzeige!

Auch der Kandidat der Offensive Dinslaken Heinrich Mühmert http://www.offensive-dinslaken.de nutzt das Netz zur Eigendarstellung. Auf der Startseite wird man hier jedoch mit Gegendarstellungen zu aktuellen Pressemeldungen empfangen. Hintergründiges zur Person sucht man auf der Seite vergebens.

Die Bewertung der Websites der Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Dinslaken in der Übersicht

Nach einem Punktesystem und individueller Gewichtung der einzelnen Kriterien wurden die Internetseiten der Bürgermeiserkandidaten untersucht. In der Endabrechnung kam allerdings keiner über die Gesamtwertung "befriedigend" hinaus, am besten schnitt noch Heinz Wansings Homepage ab.

Nach einem Punktesystem und individueller Gewichtung der einzelnen Kriterien wurden die Internetseiten der Bürgermeiserkandidaten untersucht. In der Endabrechnung kam allerdings keiner über die Gesamtwertung befriedigend hinaus, am besten schnitt noch Heinz Wansings Homepage ab.

Tenor und Ergebnis der Untersuchung: Die Internetplattformen lassen sich noch deutlich interaktiver gestalten. Echter Dialog oder die Ansprache internetaffiner Jung- und Erstwähler – Fehlanzeige. Die Auftritte sind zuweilen unkoordiniert.

Viele Suchanfragen

Zur Motivation lässt sich allen Kandidaten mitgeben: Das Interesse der Bürger ist vorhanden. Durchschnittlich 364 mal pro Monat wird in Google nach „Michael Heidinger“ gesucht, auch Heinz Wansing liegt mit durchschnittlich 192 deutlich vor der monatlichen Suche nach seinem Parteiortsverband (CDU Dinslaken und SPD Dinslaken jeweils ca. 120 Suchanfragen). Die weitere Rangfolge der Suchanfragen bei Google: Birgit Emmerich: 146; Heinrich Mühmert: 131; Heinz Brücker: 100; Lothar Verschitz: 22.


Im Folgenden die Webseiten der oben untersuchten Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Dinslaken mitsamt der veröffentlichten Einschätzungen.

Heinz Wansing

Die Seite von Heinz Wansing hat in den Untersuchungen am besten abgeschnitten.

Die Seite von Heinz Wansing hat in den Untersuchungen am besten abgeschnitten.

Die Seite hat in den Untersuchungen am besten abgeschnitten. Insbesondere die Aufmachung der Seite konnte überzeugen. Und auch bei der Suche im Netz bietet Sie die meisten Treffer. Zudem punktet der Kandidat mit einer von Adnan G. Köse professionell gestalteten Videobotschaft. Leider wird der ansonsten gute Auftritt durch einige technische Mängel ein wenig getrübt. Interessanterweise ist auf der Seite – bis auf den Mitgliedsantrag zum Eintritt in die CDU – keine direkte Verbindung zur Partei, der er angehört. Tritt das Parteiemblem der CDU auf seinen allerorts hängenden Wahlplakaten in den Hintergrund, so findet sich dieses Logo auf seiner Seite ebenso wenig wie ein Link zur Partei oder zum Ortsverein.

Michael Heidinger

Die Seite von Michael Heidinger bietet bei hausbackenem Design, eine funktionale Struktur.

Die Seite von Michael Heidinger bietet bei hausbackenem Design, eine funktionale Struktur.

Ganz anders der Kandidat der SPD für das höchste Amt der Stadt. Die Startseite empfängt einen gleich mit einer ganzen Schar unterschiedlicher Parteiembleme. Hier hinter verbergen sich (im wahrsten Sinne des Wortes), die Hyperlinks zu den verschiedenen Parteiorganen. Die Seite, die technisch und optisch leider etwas hausbacken daher kommt, bietet darüber hinaus aber eine zwar einfache, aber funktionale Struktur.

Heinz Brücker

Die Seite von Heinz Brücker überzeugt durch die Navigation und Informationsstruktur

Die Seite von Heinz Brücker überzeugt durch die Navigation und Informationsstruktur

Auch diese sehr übersichtliche Seite überzeugt am ehesten durch die Navigation und Informationsstruktur. Allerdings versteckt sich hier die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme (nomen est omen?) hinter Begriffen wie Kummerkasten oder Brennpunkte.

Birgit Emmerich

Die Seite von Birgit Emmerich emfängt den Nutzer mit einem sympathischen Bild

Die Seite von Birgit Emmerich emfängt den Nutzer mit einem sympathischen Bild

Leider ist auch hier die Kontaktmöglichkeit per e-mail, ohne einen sichtbaren Link, sehr versteckt in der Grußformel untergebracht. Die Seite, die den Nutzer mit einem sehr sympathischen Bild empfängt, ist darüber hinaus leider recht unergonomisch. Außerdem fehlt auf der Seite das erforderliche Impressum.

Heinrich Mühmert

Die Seite von Heinz Mühmert wurde leider außerhalb etablierter Standards entwickelt.

Die Seite von Heinz Mühmert wurde leider außerhalb etablierter Standards entwickelt.

Die Seite der Offensive Dinslaken mit Ihrem Spitzenkandidaten wurde leider außerhalb jeglicher im Internet etablierter Standards entwickelt und wirkt auf den Betrachter doch recht konfus. Mühmert ist jedoch der einzige, der unter dem Punkt Leserbriefe auch einen(!!!) Kommentar von Bürgern auf seiner Seite veröffentlicht. Damit ist das ganze wohl doch eher Alibi als echter öffentlicher Bürgerdialog.

Lothar Verschitz

Die dargestelte Seite haben die Linken zwischenzeitig vom Netz genommen!

Die dargestellte Seite haben die Linken zwischenzeitig vom Netz genommen!

Der Kandidat Verschitz versteckt sich auf der Seite der örtlichen Linken hinter seiner Vorstandsfunktion in der Partei. Hat man Ihn dort gefunden, erhält man immerhin eine Kontaktadresse, einige Informationen zum Lebensweg und erfährt etwas über seine Motivation sich bei den Linken zu engagieren.


Veränderung wagen!

Chancen zur Kommunikation werden im World Wide Web kaum genutzt

Dinslaken. Kommunalwahlkampf 2.0 – welche Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters in Dinslaken setzen auf das Internet? Und wie? Die Fragen führen Stefan Guth von der Internetagentur conversionmedia zu zwei Thesen.
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2 Kommentare für “ So gehen die Kandidaten ins Netz ”

  1. # 1 Coffee And TV: » Smile Like You Mean It schreibt:

    [...] habe ich nichts gefunden, aber in Dinslaken haben gleich zwei der sechs Bürgermeisterkandidaten Werbespots in Auftrag [...]

  2. # 2 Dinslaken – Blog – 11 Aug 2009 schreibt:

    [...] So gehen die Kandidaten ins Netz Bürgermeister, Bürgermeisteramt … [...]

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